Noch 10 Tage. Der Plan ist lange schon gefasst, der Flug bereits vor einem halben Jahr gebucht. Die ersten Abende mit Reiseplanung zugebracht, der Reiseführer studiert. Viele Unterkünfte und Guides gebucht, ein Auto für ne Woche gemietet, und Moskitonetze organisiert. Das Buch, welches die 850 in Costa Rica heimischen Vögel beschreibt, ist vom Couchtisch nicht mehr wegzudenken.
Impfungen braucht es auch ein paar – aber wirklich schlimme Krankheiten gibt es dort zum Glück nicht. Der eine oder die andere soll vom Reisefieber gepackt worden sein. Uwe ist noch ganz im winterlichen Mitteleuropa mit Büroatmosphäre und Holzmachen im Wald verhaftet, gedanklich noch gar nicht am Reisen. Anja hat bereits alles studiert und freut sich riesig auf die vielfältigen Landschaften, hunderte Vogelarten, dazu Nasenbären, und vor allem Freddies. Was ein Freddy ist? Das verraten wir, sobald wir eines vor der Linse haben.
Kanada ziert sich noch etwas mit dem Visum, welches wir für die Durchreise benötigen. Was in Minuten erledigt sein sollte, zieht sich schon 2 Wochen. Allmählich wird es eng. Eine Inquiry haben wir bereits angestoßen, man bittet uns um Geduld. Hmja. Drückt uns die Daumen, dass das noch klappt.

Aufgeregt ist hier niemand. Anja nicht, weil sie sich auf solche Reisen völlig unaufgeregt freuen kann, und Uwe nicht, weil er noch gar nicht realisiert hat, was wir da vorhaben.
Und jetzt ist sogar der Reiseblog aufgesetzt, und der erste Beitrag verfasst. „Lame!“ schreit ihr? Ja natürlich ist das hier noch langweilig. Spannend wird es wohl erst, wenn wir unterwegs sind. Bis dahin… Geduld!