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Routenplanung

For English speakers – please let your browser translate 🙂

Stundenlang habe ich schöne, ruhige Straßen rausgesucht und mir ne Route zusammengebastelt, entlang der Orte, die ich gern sehen würde: Stabkirchen, Fjorde, Wasserfälle, Gebirgsstraßen. Die Route ist nicht fertig, endet irgendwo zwischen Bergen und Trondheim. Aber wer weiß schon, wie weit mich Knochen, Laune, Technik und Wetter kommen lassen? Dank Bus und viel Zeit bin ich flexibel und schau einfach, wie weit es mich trägt.

Für Neugierige gibt es natürlich den GPX Track.
1311 Kilometer
23270 Höhenmeter
5 Stabkirchen
3 Gletscher (okay, drunter vorbei)
5 Fähren
1 Bus (Tunnel zu lang)

Dank Google Earth gibt es schon vorher was zu träumen

Vom Lustrafjord die F55 hinauf, an Jötunheimen und Norwegens höchsten Gipfeln vorbei.
An Odda vorbei den Hardangerfjord entlang, links der Folgefonna, rechts die Hardangervidda
Den Gamle Strynefjellsvegen hinab an den Oppstrynsvatnet

Probetour und Blogtest

Radeln in Norwegen – mein Jugendtraum. Das will vorbereitet sein. Zumindest dieses Mal. Das Rad hab ich mir vor 3 Jahren bereits aufgebaut, das Ziel vor über 20 Jahren gesteckt. Jetzt ist die Gelegenheit, und die möchte ich nicht vermasseln.

3 Tage geht es durch den Odenwald, ein erstes Wochenende als Reiseradler unterwegs. Getestet wird Material, Körper, Kompagnon.

Zweieinhalb Tage, 160km und 2000 Höhenmeter steht fest: das passt alles bestens zusammen! Jetzt hoffe ich nur noch, dass Covid brav bleibt und ich Anfang August starten kann. Bis dahin komplettiere ich die Ausrüstung, bringe die Beine in Schwung, plane ein paar Routen und frische mein Norwegisch auf.

Wünscht mir Glück!

Essen für 5 Tage nordische Wildnis

Es geht raus. Für 5 Tage soll das Essen reichen, für 2 Personen. Mit Rucksack und Zelt sind wir unterwegs. Wir haben schon mehrere Wanderungen mit Zelt in der Wildnis hinter uns. Mehrmals sind wir hinterher im nächstbesten Supermarkt in einen regelrechten Kauf- und Fressrausch verfallen. Alles muss mit: Chips, Oliven, Süßkram, Salzkram, Gürkchen im Glas, Käse, Tofu, Tomatenmark, Bohnen aus der Dose… Unsere Nachbarn auf dem Zeltplatz haben uns konsterniert beäugt, wie wir alles auf einmal und durcheinander essen. Und wir haben uns gewundert.

Zum Glück haben wir Tagebuch geschrieben, und dieses vor unserer Reise nach Norwegen 2015 gelesen. So haben wir gelernt, dass Nudeln alleine nicht satt machen. Aber Kalorien brauchen wir viele. Nun stand die Trekanten tur i Trollheimen an, mit Abstecher auf den Snota (1669m). Also was soll mit?

Das Konzept für die Auswahl

  • Viele Kohlehydrate, aber auch ordentlich Eiweiß und Fett
  • Salz ist wichtig, nur Süßkram geht nicht
  • Kein Wasser tragen, das gibt es vor Ort
  • Möglichst viele Kalorien pro Gewicht
  • Schnell zuzubereiten, um wenig Brennstoff tragen zu müssen
  • Am besten in einem Topf zubereitbar, denn Abwaschen ist doof
  • Soll nicht viel kosten
  • Für einen Tag extra planen
  • Für uns: vegan (nunja, zumindest fast)

Essen für 5 Tage

Kochgeschirr

  • 2 Emailletassen, je 500ml
  • 1 Topf aus Alu
  • 2 Teller aus Alu, passen als Deckel für den Topf
  • 1 Topfgriff
  • Benzinkocher MSR Whisperlite
  • Flasche mit 600ml Benzin
  • 2 Löffel, 2 Gabeln, 1 scharfes Taschenmesser

Frühstück

  • Loser Schwarztee in ner Plastiktüte (unten links)
  • Vorgemischtes Müsli in ner großen verschließbaren Tüte (oben rechts). Da ist schon Kakao drin, also einfach morgens heißes Wasser drauf und fertig.

Den Tag über

  • 1 Packen Knäckebrot
  • 500g Käse
  • 1 Plastikglas Erdnussbutter (ca. 300g)
  • Große Tüte Studentenfutter
  • 1kg selbstgemachte Cliff Bar Müsliriegel (der große Block vor dem Knäckebrot)
  • 1 Päckchen Räuchertofu (muss nicht gekühlt werden, herrlich würzig)
  • Viel Marzipan. Hat viel Eiweiß und Fett.
  • Schokoriegel, Schokolade, Lakritz und Traubenzucker

Hauptgerichte

  • 2 Tüten TORO 5 minutter Ertestuing (Erbsensuppe), gibt es in Norwegen im Supermarkt
  • 2 Tüten Kartoffel-Kichererbsen-Püree von Alnatura (hat mehr Eiweiß als reines Kartoffelpüree). Natürlich ohne Umkarton.
  • 250g halbierte rote Linsen. Viel Eiweiß.
  • 2 mal 330g Capellini (in 3 Minuten gekocht).
  • 2 mal 30g Sojabrösel für Tomatensoße. Viel Eiweiß.
  • 2 mal Knorr Fix Spaghetti Napoli
  • 2 Päckchen Würstchen vom dm, die muss man nicht kühlen. Kommen in Erbsensuppe und ins Püree. Viel Eiweiß.
  • 2 Tütchen Gemüsesuppe zum Aufwärmen.
  • 200ml Öl zum Kochen. Nur ordentlich dazugeben, Kalorien verbrät man genug.
  • Tomatenmark macht alles lecker :). Kommt in Linsen und aufs Brot.
  • 1 Fotodose Salz
  • 1 Fotodose Currygewürz
  • 1 Fotodose Kräutermischung
  • 1 Flachmann mit Rum. Zum Einschlafen. Wissenschon.

Hat’s geklappt?

Mit einem Startgewicht von rund 17 kg pro Rucksack kamen wir gut durch. Ohne Hungerast und ohne sonderliche Gelüste kamen wir erschöpft, aber gut genährt zurück. Der Plan ging auf, das Essen war lecker, nahrhaft, ausgewogen und reichlich. Wir haben tatsächlich nur 4 Tage gebraucht, so dass wir einiges wieder mit zurück brachten. Aber das ist besser, als wenn man kein Essen mehr, aber noch Strecke vor sich hat. So werden wir das wieder machen.